65 Care-Rucksäcke für wohnsitzlose Frauen in Karlsruhe
Karlsruher Künstlerin Kerstin Sokoll schnürt individuelle Hilfspakete aus dem Erlös ihrer Werke
Corona macht nicht nur erfinderisch, sondern sollte auch unsere Aufmerksamkeit gegenüber besonders sozial betroffener Gruppierungen innerhalb unserer Gesellschaft schärfen. Mit diesem doppelten Ansatz startete die Karlsruher Künstlerin und Inhaberin der Event-Agentur Sokoll & Friends, Kerstin Sokoll, im April dieses Jahres mit einer außergewöhnlichen Kunst-Aktion: Sie schnürte nicht nur kunstvolle „Anti-Corona-Blues“-Pakete, sondern setzte sich zum Ziel, mit ihrem „easy arts system“ und einem Teil des Erlöses aus dem Verkauf ihrer Kunstwerke von Not betroffene Menschen in der Region Karlsruhe zu unterstützen.
Die ursprüngliche Grundidee von Kerstin Sokoll, „Zehn Prozent aus dem Erlös meiner Kunstwerke werden für individuelle Corona-Care-Pakete – gefüllt mit dem Notwendigsten – verwendet“, hat nun eine beeindruckende Realisierung gefunden. In Zusammenarbeit mit der Anlaufstelle für wohnsitzlose Frauen, TafF (Tagestreff für Frauen), in der Belfortstraße, wurden die individuellen Wünsche von 65 dort betreuten Frauen im Alter von 24 bis 81 Jahren gesammelt und von Kerstin Sokoll erfüllt. Auf der Wunschliste standen neben Kleidungsstücken, wie Mützen, Handschuhen, Schals, Kosmetika, einem Wecker oder Thermodecken auch Gutscheine für Lebensmittelmärkte und Textilläden. Ergänzt wurden alle individuellen Wünsche von Kerstin Sokoll mit einem Extra-Care-Sortiment, z.B. Thermoskannen, Handcreme, Lippenbalsam und Duschgel sowie einem 50-Coronamasken-Päckchen.