Frauen in der Veranstaltungsbranche
Gemeinsam für Gleichberechtigung und Vielfalt
Der 8. März ist weltweit als Internationaler Frauentag bekannt – ein Tag, der mehr ist als nur ein symbolisches Datum im Kalender. Es ist ein Aufruf zum Handeln und zur Solidarität für die Rechte von Frauen. 2025 wird der Weltfrauentag von einer drängenden Realität begleitet: Das globale Ziel der Vereinten Nationen für Geschlechtergleichstellung (Ziel 5 der Agenda 2030) ist noch weit entfernt. Trotz Fortschritten in vielen Bereichen gibt es weltweit noch immer massive Ungleichgewichte zwischen den Geschlechtern – sei es in Bildung, Beruf oder Politik.
Der Global Gender Gap Report 2024 des World Economic Forums prognostiziert, dass es noch 134 Jahre dauern wird, bis die weltweite Geschlechterparität erreicht ist. Im Jahr 2158 – in etwa fünf Generationen – könnten Mädchen und Frauen die gleichen Chancen wie Jungen und Männer genießen. Diese erschreckende Zahl verdeutlicht, wie tief verwurzelt strukturelle Ungleichheiten noch immer sind und wie lange der Weg zur wirklichen Gleichberechtigung noch sein wird.
Der Druck auf Frauenförderung und Diversity-Programme
Während in vielen westlichen Ländern ein zunehmender Rechtsruck zu beobachten ist, werden Programme zur Förderung von Frauen und Vielfalt zunehmend hinterfragt oder sogar eingeschränkt. Diversity, Equity und Inclusion (DEI) – Schlüsselkonzepte für die Gleichstellung in der Arbeitswelt – sehen sich in vielen Unternehmen mit Widerstand und Rückschritten konfrontiert. Die Bemühungen, Frauen in führende Positionen zu bringen und ihnen gleiche Chancen in der Wirtschaft und Gesellschaft zu bieten, geraten zunehmend unter Druck.
In dieser Zeit des Wandels ist es umso bemerkenswerter, dass Frauen in der Veranstaltungswirtschaft einen Schritt nach vorne machen und aktiv für Veränderung kämpfen. Sie setzen sich für mehr Sichtbarkeit und Einfluss in einer Branche ein, die zwar stark von Teamarbeit und Kommunikation geprägt ist, aber noch immer von traditionellen Strukturen und einem männerdominierten Führungskreis geprägt ist.
Frauen in der Veranstaltungsbranche: Netzwerke und Initiativen
In den letzten Jahren haben sich immer mehr Frauen in der Branche zusammengeschlossen, um eine Stimme zu erheben und ihre Präsenz zu stärken. Netzwerke wie Women in Events und Women in Exhibitions haben sich etabliert, um Frauen zu vernetzen, zu fördern und zu unterstützen.
Diese Netzwerke schaffen einen Raum, in dem Frauen Erfahrungen austauschen, voneinander lernen und gemeinsame Initiativen starten können. Sie sind nicht nur eine Antwort auf die nach wie vor bestehende Ungleichheit, sondern auch eine Quelle der Inspiration und des Empowerments. Frauen in der Veranstaltungsbranche haben erkannt, dass Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg ist, um langfristig eine Gleichberechtigung auf allen Ebenen zu erreichen.
She Means Business - Ein Schritt in die richtige Richtung
Ein Meilenstein in der Frauenförderung in der Veranstaltungsbranche wird 2025 erreicht, wenn die Netzwerke Women in Events und Women in Exhibitions erstmals gemeinsam die Konferenz She Means Business zur IMEX 2025 gestalten. In einem innovativen Co-Creation-Ansatz werden diese Netzwerke zusammenarbeiten, um eine Plattform für Frauen aus der Branche zu schaffen, die ihre Karriere vorantreiben und sich gegenseitig unterstützen wollen. Die Konferenz wird nicht nur ein Ort für fachlichen Austausch, sondern auch für die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt innerhalb der Branche.
Dieser Schritt ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Frauen in der Veranstaltungswirtschaft sich nicht nur in bestehenden Strukturen bewegen, sondern aktiv neue Räume schaffen, die ihren Bedürfnissen und Herausforderungen gerecht werden. Sie tragen dazu bei, das Thema Frauenförderung aus einer neuen Perspektive zu betrachten und voranzutreiben.
Fazit: Der Weg zur Gleichberechtigung ist noch lang, aber er ist möglich
Obwohl der Weg zu vollständiger Geschlechterparität noch lang und von vielen Herausforderungen geprägt ist, zeigt die Veranstaltungsbranche eindrucksvoll, wie Frauen zusammenarbeiten können, um Veränderung zu bewirken. Initiativen wie She Means Business und die Netzwerke Women in Events und Women in Exhibitions sind nur der Anfang. Sie bieten nicht nur Unterstützung für die Frauen, die bereits in der Branche tätig sind, sondern schaffen auch eine Plattform für die nächsten Generationen von Event-Expertinnen und -Führungskräften.
Der Internationale Frauentag 2025 erinnert uns daran, dass der Kampf für die Rechte von Frauen und für Geschlechtergleichstellung längst nicht gewonnen ist – aber es ist ermutigend zu sehen, dass immer mehr Frauen in der Veranstaltungsbranche bereit sind, diesen Kampf weiterzuführen. Und vielleicht ist der Weg, den sie heute gehen, der erste Schritt, der in Zukunft andere Branchen dazu inspiriert, ebenfalls für eine gerechtere, gleichberechtigtere Welt einzutreten.