10 Gründe für Karlsruhe

Karlsruhe – Zehn Gründe für die Fächerstadt

1. Karlsruhe als Vorlage für Washington, D. C.
Karlsruhe, die Fächerstadt: Die Legende besagt, dass Markgraf Karl-Wilhelm von Baden- Durlach (1679-1738) bei einem Jagdausritt die Müdigkeit übermannt haben soll und der Schlaf unter einem Baum ließ den Grafen träumen von einer Stadt, die wie ein Fächer aufgebaut ist und als zentraler Punkt ein prächtiges Schloss besitzt.
Mitten im Hardtwald, damals noch eine undurchdringliche Wildnis, beschloss der Markgraf 1715 seine neue Residenz zu erbauen. Im Mittelpunkt der Schlossanlage wurde ein achteckiger Turm errichtet – der geometrische Mittelpunkt des symmetrisch geordneten Ganzen. Von diesem Konzentrationspunkt gehen strahlenförmig 32 Straßen und Wege wie die Strahlen der Sonne aus.
Der Ausblick vom Schlossturm auf die Strahlenstraßen beeindruckte übrigens auch den späteren US Präsidenten Thomas Jefferson bei seinem Besuch in Karlsruhe. Er zeichnete eine Skizze vom Stadtgrundriss und sandte diese an den bekanntesten Städteplaner seiner Zeit, Pierre L’Enfant, der sich davon für den Grundriss der amerikanischen Hauptstadt Washington, D.C. inspirieren ließ.

2. ZKM: die weltweit größte Kulturfabrik
Ein besonderes Kulturerlebnis erwartet die Besucher in Karlsruhe im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie, dem deutschen “Centre Pompidou“: Das erste interaktive Museum der Welt lädt zum Mitmachen und Staunen ein. Mit dem Medienmuseum, dem Institut für Bildmedien, dem Institut für Musik und Akustik und den Abteilungen Grundlagenforschung und Institut für Netzentwicklungen gilt das ZKM als weltweit größte Kulturfabrik.
Die einzigartige Atmosphäre der riesigen Lichthöfe einer ehemaligen Munitionsfabrik bringt Kunstinteressierte aus aller Welt nach Karlsruhe. In den Lichthöfen 1 und 2 des ZKM wurde 1999 das Museum für Neue Kunst eröffnet. Auf über 7.000 Quadratmetern sind Werke aus bedeutenden Privatsammlungen zu bewundern. In wechselnden Kombinationen und Ergänzungen werden dort Tendenzen europäischer und amerikanischer Kunst von 1960 bis heute exemplarisch vorgestellt. Eine der größten Medienkunstausstellungen der Welt vereint so Medienkunst mit Malerei, Skulptur und Fotografie. Unmittelbarer Nachbar ist die Städtische Galerie mit ihren Kunstschätzen von Hans Thoma bis Markus Lüpertz untergebracht.

3. Eine Pyramide auf dem Marktplatz
Das Herz von Karlsruhe ist der Marktplatz. Hier erblickt der Besucher das Wahrzeichen von Karlsruhe: eine rund sieben Meter hohe Pyramide aus rotem Sandstein. Das außergewöhnliche Bauwerk bedeckt die Gruft des Stadtgründers, Markgraf Karl Wilhelm. Pyramide fand schnell Anklang bei den Karlsruhern, und heute ziert sie als stilisiertes Dreieck den offiziellen Schriftzug der Stadt.

4. Savoir-vivre auf Badisch
Die unmittelbare Nähe zu Frankreich zeigt sich überall in der Region und Karlsruhe: Hier werden Genuss und Gaumenfreuden groß geschrieben. Die badische Küche ist weithin bekannt. Mehrere Restaurants in Karlsruhe haben sich auf hochkarätiges badisches Essen spezialisiert wie das „Anders auf dem Turmberg“ mit Deutschlands jüngstem Sternekoch Sören Anders, die „Alte Schmiede“ im historischen Stadtteil Durlach, die „Künstlerkneipe“, die neben Kulinarischen auch Matineen und Konzerte bietet, sowie Hügels Restaurant „Dudelsack“, das eine hervorragende Auswahl an badischen Weinen aus der Karlsruher Region kredenzt.
Auch ansonsten hat man die Qual der Wahl beim Ausgehen in Karlsruhe: Die Stadt bietet alles, was man sich als Nachtschwärmer wünschen kann. Traditionelle Hausbrauereien wie das „Vogelbräu“, „Wolfbräu“, die „Hoepfner-Burg“ oder das „Badische Brauhaus“ bieten deftige Hausmannskost, während die Szene-Cafés rund um den Ludwigsplatz großstädtisches Flair vermitteln. Ansonsten gilt auch hier: Karlsruhe ist eine „Outdoor“-Stadt, mit den ersten Sonnenstrahlen zieht es die Gäste ins Freie und an allen Ecken gibt es Biergärten.

5. Weltweit einmaliges TramTrain System
Karlsruhe gilt als richtungweisend für den Öffentlichen Personenverkehr:
Hier gab es im September 1992 die weltweit beachtete Pioniertat, mit neuartigen Stadtbahnwagen die Trennung von Straßen- und Eisenbahn aufzuheben. Das so entstandene „ Karlsruher Modell“ wurde zum Vorbild für zahlreiche Städte im In- und Ausland. Mit der Straßenbahn gelangt man von Karlsruhe direkt in den Schwarzwald oder auch nach Heidelberg und nach Baden- Baden.

6. Mittlerin zwischen Vergangenheit und Gegenwart: die Staatliche Kunsthalle Die Staatliche Kunsthalle gehört zu den ältesten und bedeutendsten Museen Deutschlands.
1846 eröffnet, ist die Kunsthalle eines der wenigen, in großen Teilen ihrer alten Substanz und Ausstattung original erhaltenen frühen deutschen Kunstmuseen. Sie verfügt über drei historische Gebäude am Rande des Botanischen Gartens. Der Schwerpunkt ihrer sieben Jahrhunderte umfassenden Sammlung liegt auf der deutschen, französischen und niederländischen Malerei. Besucher können neben den über 800 ausgestellten Werken auch ein Kupferstichkabinett, das mehr als 90.000 Blätter beherbergt, sowie eine der größten öffentlich zugänglichen Museumsbibliotheken bewundern. Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe versteht sich als Mittlerin zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, daher präsentiert die Junge Kunsthalle wechselnde Ausstellungen speziell für Kinder und Jugendliche.

7. Keramikdesign made in Karlsruhe
„Die Keramik ist eine Leidenschaft, wen sie einmal erfasst hat, lässt sie nicht mehr los.“ Diese Begeisterung vom Künstler Hans Thoma teilen heute noch Mitarbeiter, Künstler, Sammler, Kunden und Besucher in der Staatlichen Majolika Manufaktur Karlsruhe. Hier werden Keramikkunst und -design nicht nur gezeigt, hier werden die einmaligen Objekte gleich hergestellt. In den Ateliers der Majolika arbeiten internationale Künstler.

8. Karlsruhe – aktive Stadt im Grünen
In Karlsruhe vereint sich urbanes Flair mit einer herrlichen Naturlandschaft. Nur wenige Minuten von den lebhaften Einkaufsstraßen entfernt laden die grünen Oasen der Stadt zum Spazieren und Verweilen ein. Der Stadtgarten Karlsruhe mit dem Zoologischen Garten ist eine der größten innerstädtischen Parkanlagen Deutschlands. Beliebtes Ausflugsziel ist auch der Schlossgarten: Der Park wurde in den Jahren 1731 - 1846 im französischen Barockstil angelegt und im Laufe der Jahre zu einem englischen Landschaftspark umgestaltet. Neben den großzügigen Grünflächen, den Brunnen und Plastiken aus verschiedenen Epochen lädt der idyllische See zum Verweilen ein.
Über 70.000 Wanderkilometer können die Besucher in und um Karlsruhe zurücklegen, außerdem steht ihnen ein gut ausgebautes Radwegenetz durch eine abwechslungsreiche Landschaft zur Verfügung. Wassersportler finden in Karlsruhe einen der größten Binnenhäfen Deutschlands, den Rheinhafen, mit einer drei Kilometer langen Trainingsstrecke für Freizeit- und Leistungssportler.

9. Shoppingspaß in der Fächerstadt
Shopping-Möglichkeiten gibt es viele in Karlsruhe beispielsweise im größten Indoor-Shopping Centre Süddeutschlands, dem Ettlinger Tor Karlsruhe, oder auf Badens längster Einkaufsmeile, der Kaiserstraße. Wer das Besondere sucht, wird in den Nebenstraßen der Kaiserstraße fündig: Beispielsweise konzentrieren sich in der „Südlichen Waldstraße“ auf 214 Metern exklusive Boutiquen, Antiquitätenläden, Wohndesign-Studios und Galerien.
Hochkarätige Mode und ausgefallenes Design finden sich außerdem in der „Erbprinzenstraße“ und der „Karlstraße“.

10. Neue Chancen für die Kreativwirtschaft in Karlsruhe
Ende 2006 wurde der Betrieb des 1887 gegründeten Karlsruher Schlachthofs eingestellt.
Das Gelände wurde umbenannt in „Kreativpark Alter Schlachthof“ und soll mit vielfältigem Kulturangebot eine neue Perspektive für die Kreativwirtschaft in Karlsruhe bieten. Viele Medien- und Kulturschaffende haben mittlerweile hier ihren Sitz bezogen. Es entsteht ein neues, lebendiges Stadtquartier mit Kultureinrichtungen und Gastronomie.
Forschungsorientierte, innovative Unternehmen und kreatives Gewerbe finden nebeneinander Platz. Innenstadt- und universitätsnah sollen neue, zukunftsorientierte kreative Arbeitsplätze geschaffen werden. Akteure aus den verschiedenen Branchen der Kreativwirtschaft können so in einem innovationsfreudigen, kommunikativen und inspirierenden Umfeld zusammenarbeiten.